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Dienstag, 29.10.

29.10.2019 19:15 - 29.10.2019 21:15, Weltladen Bonn, Maxstr. 36

Bericht über die Probleme der Menschen, die teilweise illegal, in indischen Glimmerminen arbeiten und über das Engagement der ANDHERI HILFE e.V.


Referentin: Ruth Kluge (ANDHERI HILFE e.V.)

Was haben Lidschatten und schimmernder Autolack gemeinsam? In beiden Produkten ist Mica – sogenannter Glimmer – enthalten. Ein Mineral, das Menschen im ostindischen Bundesstaat Jharkhand Einkommen garantiert – und sie zugleich umbringt. Die großen, lukrativen Mineraladern werden hier seit Jahrzehnten mit schweren Maschinen abgebaut. Sind die Adern verschwunden, kommen die Dorfbewohner mit Hammer und Meißel und schlagen mühsam die Reste aus den Felsen.
Männer, Frauen und sogar Kinder schuften tagtäglich in diesen gefährlichen Minen. Sie atmen dabei permanent den Staub ein, der schwere Lungenkrankheiten verursacht. Oft stürzen die völlig ungesicherten Minen ein und begraben Menschen unter sich. Der Regierung von Jharkhand ist die Problematik bekannt. Sie hat deshalb schon vor Jahren rund 90 % aller Glimmerminen offiziell geschlossen. Und doch arbeiten die Menschen weiter hier – jetzt illegal –, weil sie keinerlei Alternative haben. Die Trinkwasserversorgung ist in diesen Dörfern nicht gesichert, die Ernährung ist mehr als unzureichend. Kaum jemand hier wird älter als 40 Jahre.
Ruth Kluge, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit bei der ANDHERI HILFE e.V., berichtet über das tragische Leben der Menschen und zugleich vom Engagement der Hilfsorganisation, den Menschen im Glimmerminengebiet des Koderma-Distrikts eine Chance für ein Leben in Würde zu geben. Im ersten Schritt konnte die ANDHERI HILFE mit engagierten Partner*innen vor Ort in fünf Dörfern einfache Vorschulen errichten. Erstmals können 200 Kinder im Alter von 3 bis 13 Jahren die Schule besuchen, statt in den Minen zu arbeiten.

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Dienstag, 12.11.

12.11.2019 19:15 - 12.11.2019 21:15, Weltladen Bonn, Maxstr. 36

Bericht über eine Bürgeraktiengesellschaft, die durch finanzielle Beteiligungen und ein regionales Netzwerk von Biobetrieben eine nachhaltige Landwirtschaft und regionales Ernährungshandwerk fördert.


Unsere Agrarpolitik fördert schädliche, agrarindustrielle Systeme anstatt nachhaltig regionale Strukturen zu erhalten und auszubauen. Ökologische Landwirtschaft, regionale Verarbeitung und Vermarktung tragen aber entscheidend zu nachhaltiger Entwicklung und zum Klimaschutz bei. Eine Agrarwende ist dringend erforderlich. Die müssen Bürger*innen aber selbst in die Hand nehmen und dafür auch finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Denn eine Umstrukturierung der Landwirtschaft ist kostenintensiv und kann nicht Landwirt*innen allein zugemutet werden.
Die Regionalwert AG Rheinland ist eine Bürgeraktiengesellschaft, die durch finanzielle Beteiligungen und ein regionales Netzwerk von Biobetrieben eine nachhaltige Landwirtschaft und regionales Ernährungshandwerk fördert.
Einer der Partnerbetriebe ist der Obsthof Rönn aus Meckenheim, der ein besonderes sozial-ökologisches und regional-ökonomisches Engagement zeigt: auf Bioland umgestellt, auf 25 % der Fläche Artenschutzmaßnahmen, die Mitarbeiter sozialversichert und die erste Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) für Obst. Eine Beteiligung der Regionalwert AG Rheinland an diesem Betrieb ermöglicht nach drei extremen Jahren mit Frost, Dürre und Hagel die Investition in Schutzmaßnahmen, die andernfalls nicht zu leisten wäre.
Dorle Gothe, Vorstand der Regionalwert AG Rheinland, stellt die Organisation und die Beteiligungsmöglichkeiten vor. Monika Rönn schildert anschließend die Vorteile als Partnerbetrieb.
Ausführliche Informationen unter www.regionalwert-rheinland.de

Referentinnen: Dorle Gothe (Regionalwert AG Rheinland) und Monika Rönn (Obsthof Rönn)
Eintritt frei – Spenden willkommen

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